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Dinslakener Delegation zurück aus Arad
Städtepartnerschaft kann ausgebaut werden

Dinslaken. "Für uns ist es ein Zeichen ganz besonderer Freundschaft, wenn Sie in einer so unruhigen Zeit den Weg nach Israel finden." Mit diesen Worten empfing Arads Bürgermeister Betzalel Tabib die achtköpfige Delegation, die Bürgermeisterin Sabine Weiss zu ihrem Antrittsbesuch in Arad zusammengestellt hatte.

Ein bisschen Politik, viele Bürgergruppen und die operative Ebene der Verwaltung, das war die Grundlage für die Zusammensetzung der Delegation.

"Partnerschaft wird von der Politik begleitet und unterstützt, gelebt wird sie aber erst dann, wenn sich die Menschen in beiden Städten persönlich darum kümmern," erklärte Sabine Weiss nach ihrer Rückkehr.

Unter diesem Aspekt hatten die israelischen Gastgeber ein eng gedrängtes, dreitägiges Besuchsprogramm zusammengestellt.

Informationsbesuche in sozialen und kulturellen Einrichtungen der Wüstenstadt, Gespräche mit Verantwortlichen aus Sport, Schule und Kultur, Vorträge zur politischen und wirtschaftlichen Lage wechselten ab mit Exkursionen in die nähere Umgebung.

In der Gedenkstätte Yad Vashem legte die Dinslakener Gruppe zum Gedenken an die Opfer des Holocaust einen Kranz nieder. "Für die Israelis ist es wichtig, wie wir Deutschen mit unserer Vergangenheit umgehen," berichtet Sabine Weiss und lobt in diesem Zusammenhang die Arbeit der Israel-AG des Theodor-Heuss-Gymnasiums: "Diese Arbeit ist unverzichtbarer Bestandteil der
Städtepartnerschaft und wird mittlerweile auch in Arad hoch geschätzt."

Aber auch auf anderen Gebieten soll es zu einer stärkeren Begegnung kommen. Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Musikschule Dinslaken sprach Ludger Höffkes eine Einladung an das Jugend-Streichorchester aus Arad aus, und auch im Bereich Tennis konnte Marc Hellmich mit dem Geschäftsführer des Tennisclubs Arad konkrete Austauschmaßnahmen verabreden.

"Der Besuch hat viel versprechende Ansätze zu Tage gefördert," resümiert Kulturausschussvorsitzende Renate Seidel. "Jetzt kommt es darauf an, diesen Schwung für den konkreten Ausbau der Beziehungen zu nutzen."

Bei einem großen Abschlussempfang überreichte Arads Bürgermeister Tabib seiner Amtskollegin Weiss einen Stadtschlüssel als Symbol für die Offenheit, mit der Arad die Freunde aus Dinslaken empfangen wird. (Sabine Weiss hielt eine Rede zur Bedeutung der Partnerschaft. Das Manuskript finden Sie hier.)

Weniger symbolisch denn praktisch war das Geschenk, mit dem sich Sabine Weiss revanchierte. Die Dinslakener hatten einen Satz Trommeln für die Arbeit des musikalischen Kindergartens mitgebracht, die dort auch direkt mit viel Freude und großem Hallo eingesetzt wurden.

(Quelle: überarbeitete Pressemeldung der Stadt Dinslaken)

Ein Brief des Bürgermeisters von Arad vom 17. Juli 2001 beschäftigt sich mit der Bedeutung des Besuchs der Dinslakener Delegation für unsere Partnerstadt.

“Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

vielen Dank für Ihren Brief vom 19. Juni. Es war uns ein großes Vergnügen Sie und Ihre ganze Delegation hier in Arad als Gäste zum empfangen. Wir sind sehr erfreut, dass Sie Ihren Besuch genossen haben und hoffen, dass wir uns bei zahlreichen Gelegenheiten in der Zukunft wieder treffen werden. Diese Besuche verstärken Freundschaften, die die Grenzen und die Politik überschreiten und machen aus unserer Städtepartnerschaft eine beeindruckende Realität.

Es war besonders wichtig, dass Sie zu dieser Zeit kamen, in der so viele Menschen zögern, ein Land zu besuchen, in dem der Terrorismus weit verbreitet ist. Ihr Kommen war ein Symbol der Solidarität mit uns in diesem schwierigen Zeiten und eine deutliche Botschaft, dass wir nicht alleine sind. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und würden Sie bitten unsere Botschafter zu sein und andere zu ermutigen, um selbst zu sehen, dass trotz allem unser herrliches Land genossen werden kann und Wert ist besucht zu werden. Gemeinsam können wir das Ziel des wahnwitzigen Terrorismus, die Weit einzuschüchtern, überwinden.

Vielen Dank noch einmal für Ihre Einladung Dinsiaken zu besuchen. Ich denke daran, Sie in der ersten Hälfte 2002 zu besuchen und wäre erfreut von Ihnen zu hören, welche Zeiten Ihnen angenehm wären. Dies wäre sicher eine Gelegenheit den 15. Jahrestag unserer Partnerschaft in 2004 und die besten Möglichkeiten ihn zu begehen, zu diskutieren.

Mit herzlichen guten Wünschen
Ihr          Betzalel Tabib, Bürgermeister von Arad”

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